... dann kommt die Politik eben zum Wähler.
So geschehen am heutigen sonnigen Sonntag. Gerade war ich dabei meinen Zwischenbericht für InWEnt fertigzustellen, als von draußen eine Megaphonstimme erklang. An und für sich ist das in Japan keine Besonderheit. Denn schließlich fahren fast täglich PKW oder kleine LKW mit teilweise riesigen Lautsprechern auf dem Dach durch die Viertel dieser Stadt, um mit sonorer Stimme ein umweltfreundliches Verhalten im Haushalt anzumahnen oder die Weisheiten einer mehr oder weniger wichtigen (politischen) Gruppe kundzutun.

Diesmal fuhr jedoch kein Auto durch die Gassen Meguros, sondern Frau Ishigawa, ihres Zeichens Lokalpolitikerin, gesellte sich persönlich in unser lustiges Viertel, um ihre politischen Ziele mitzuteilen. Vermutlich aufgrund einer nahenden Wahl berichtete sie unter anderem, wie sie sich um Familienförderung und eine Anhebung der Renten bemühe und das auch weiterhin zu tun gewillt sei.

Nun ist es an und für sich auch keine schlechte Sache, dass Politiker auf diese Weise Volksnähe beweisen. Jedoch kommt an der Stelle, an der sie sich da zusammen mit ihrem getreuen Begleiter positioniert hat, Sonntagmittag nur sehr selten jemand vorbei, der auch noch Zeit und Lust hat einer einsamen Politikerin, die noch nicht einmal Mitbringsel dabei hat, zuzuhören. Aber auch daran hat die kluge Aktivistin gedacht und zwei Pläne erdacht: (1) Megaphon voll aufdrehen, denn dann hört man sie auch noch hinter drei Ecken oder wenn die Musik in der Wohnung läuft und (2) Nachdem alles Wichtige erzählt wurde, einfach zwei Straßenecken weitergehen, sich dort von neuem platzieren und alles von vorn erzählen. Das ist auch gut für den Wähler der in der Nachbarschaft wohnt. Denn wenn er einen wichtigen Abschnitt beim ersten Mal nicht ganz mitbekommen hat, weil der Staubsauger lief oder eine Freundin angerufen hat, dann bekommt er die Gelegenheit, noch einmal lauschen zu können.
So geschehen am heutigen sonnigen Sonntag. Gerade war ich dabei meinen Zwischenbericht für InWEnt fertigzustellen, als von draußen eine Megaphonstimme erklang. An und für sich ist das in Japan keine Besonderheit. Denn schließlich fahren fast täglich PKW oder kleine LKW mit teilweise riesigen Lautsprechern auf dem Dach durch die Viertel dieser Stadt, um mit sonorer Stimme ein umweltfreundliches Verhalten im Haushalt anzumahnen oder die Weisheiten einer mehr oder weniger wichtigen (politischen) Gruppe kundzutun.

Diesmal fuhr jedoch kein Auto durch die Gassen Meguros, sondern Frau Ishigawa, ihres Zeichens Lokalpolitikerin, gesellte sich persönlich in unser lustiges Viertel, um ihre politischen Ziele mitzuteilen. Vermutlich aufgrund einer nahenden Wahl berichtete sie unter anderem, wie sie sich um Familienförderung und eine Anhebung der Renten bemühe und das auch weiterhin zu tun gewillt sei.

Nun ist es an und für sich auch keine schlechte Sache, dass Politiker auf diese Weise Volksnähe beweisen. Jedoch kommt an der Stelle, an der sie sich da zusammen mit ihrem getreuen Begleiter positioniert hat, Sonntagmittag nur sehr selten jemand vorbei, der auch noch Zeit und Lust hat einer einsamen Politikerin, die noch nicht einmal Mitbringsel dabei hat, zuzuhören. Aber auch daran hat die kluge Aktivistin gedacht und zwei Pläne erdacht: (1) Megaphon voll aufdrehen, denn dann hört man sie auch noch hinter drei Ecken oder wenn die Musik in der Wohnung läuft und (2) Nachdem alles Wichtige erzählt wurde, einfach zwei Straßenecken weitergehen, sich dort von neuem platzieren und alles von vorn erzählen. Das ist auch gut für den Wähler der in der Nachbarschaft wohnt. Denn wenn er einen wichtigen Abschnitt beim ersten Mal nicht ganz mitbekommen hat, weil der Staubsauger lief oder eine Freundin angerufen hat, dann bekommt er die Gelegenheit, noch einmal lauschen zu können.

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