Vor einigen Tagen hatte ich im Eintrag "Ausriss zum Thema 'Gesundheit'" den Bericht über Gouverneur Shintaro Ishihara in diesen Blog eingestellt. Dieser hat sich das Angehen und Bekämpfen eines der größten Probleme der modernen (Anm.: Die Firefox-Rechtschreibkontrolle bietet mir hier "modernden" an ;-) ) Menschheit auf die Fahne geschrieben: Heuschnupfen. Wie ich es in dieser Art Eintrag auch weiterhin halten möchte, ließ ich den Artikel unkommentiert. Jedoch will ich aus gegebener Situation hier doch noch ein paar Worte zum Thema verlieren:
In Deutschland gibt es bereits eine nicht unerhebliche Zahl von Menschen, die zur Zeit des Pollenflugs an Heuschnupfen leiden, allerdings bei weitem nicht so viele, als dass man in der Öffentlichkeit von einem der größten Probleme der Menschheit sprechen würde. Wie ich auf medizin.de lesen konnte, ist etwa jeder sechste bis siebte Deutsche betroffen.
Aber gegen die Verhältnisse hier in Japan ist das eine ziemlich geringe Zahl. Ein nicht unerheblicher Teil meiner japanischen Kollegen und Freunde kämpft seit Tagen mit schmerzenden Augen, Niesreiz und einer laufenden Nase. Auch in den Straßen sind ungezählte Menschen mit dem berühmten Mundschutz unterwegs, der schon während der Zeit von SARS (auch außerhalb Asiens) äußerst "populär" war und seinen Weg in die deutschen Medien fand. Während eines Monja-Essens (Tokyoter Spezialität; so ähnlich wie Okonomi-Yaki) am Sonntag, zusammen mit Megumi und Hirotaka, kam das Thema "Heuschnupfen" auch kurz zur Sprache. Wie ich erfuhr, leidet ein sehr viel größerer Teil der Bevölkerung Japans mehr oder weniger stark an Heuschnupfen, als das in Deutschland der Fall ist. Laut Experten sollen es über 25% sein. Ursache sind neben Gräsern (von denen es in Tokyo allerdings außerhalb der Parks nicht viele gibt) oftmals Bäume, wie Zedern und Zypressen, deren Pollen über Kilometer bis in die großen Städte hinein fliegen.
Was bin ich froh, dass ich damit keine Probleme hab. Muss ich meinen Eltern wohl wieder mal danken, dass sie mich – solange sie die Macht dazu hatten ;-) – immer raus in die Natur getrieben haben (findet man als (Stadt-)Kind ja nicht immer so toll). Da konnte ich mich von klein an an alles gewöhnen, was so durch die Luft geflogen kommt und klein genug ist, eingeatmet zu werden.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen