代々木公園で見た

代々木公園で見た

Sonntag, 29. Juli 2007

Album-Update

Aufgrund einer Mischung aus spätem Aufstehen, Hitze am Mittag und Regen am Nachmittag, nahm ich mir die Freiheit die Annehmlichkeiten meines wohl temperierten Apartments zu genießen und meine Schnappschüsse der vergangenen 1,5 Monate zu sichten und zu archivieren. In diesem Zusammenhang habe ich mein flickr-Album wieder mit einer Auswahl der neuesten Bilder erweitert - auch um dem vielfachen Nachfragen nach neuen Eindrücken in Bildform von euch nachzukommen.

Zeit wurde es ja mal!

Nach dem Regen die Hitze

Die Regenzeit in Tokyo verabschiedet sich so langsam für diese Saison. Tagelange Regenschauer weichen nun unerträglichen Temperaturen, die sich um die 30 °C bewegen. "Das sind ja nun wahrlich keine Rekorde, das haben wir in Deutschland auch", werden jetzt sicher viele denken. Richtig! Aber aufgrund der vorangegangenen wochenlangen Regenzeit ist die Luftfeuchtigkeit in Tokyo sehr hoch, was dazu führt, dass einem - kaum aus dem Haus - der Schweiß in Strömen den Körper entlang perlt. Wohl dem, der die Aussicht hat, bald ein schattiges Plätzchen oder wohl klimatisierte Räumlichkeiten zu erreichen.

Glücklicherweise haben die Firmen vorsorglich bereits vor Wochen den Casual Business Style ausgerufen. D. h., männliche Angestellte dürfen zumindest ihre Krawatten und Jacketts meist in den heimischen Schränken belassen. Die weibliche Belegschaft hat aufgrund des Geschlechts eh eine um ein Vielfaches größere Freiheit bei der Auswahl, die Bekleidung betreffend.

An den Wochenenden, an denen man nicht die Möglichkeit hat, sich in den Büros Abkühlung zu verschaffen, bleibt meist nur, entweder die Klimaanlage in den eigenen vier Wänden zur Gestaltung eines angenehmen Raumklimas zu nutzen, oder sich irgendwo ein schattiges Plätzchen zu suchen und mit weiteren Utensilien zur inneren und äußeren Abkühlung auszustatten.




Auch sehr beliebt bei Japanern beiderlei Geschlechts sind Schirme, die - in unterschiedlicher Ausführung - nicht nur zum Fernhalten herabfallenden Nass', sondern auch zum Schutz vor Sonne und direkter Hitzeeinstrahlung dienen.
Die Benutzung von Sonnenschirmen hat somit auch den Effekt vor ungewollter Sonnenbräune zu schützen. Vornehme Blässe ist in Japan ein noch weit verbreitetes Schönheitsideal... Mal abgesehen von den Shibuya-Girls, die durch unzählige Besuche im Solarium, sowie die Benutzung von Selbstbräuner und sonstiger Kosmetik eine teilweise recht unnatürliche Bräune erreichen.


Montag, 23. Juli 2007

Datenschutz bei japanischen Sicherheitsorganen

Vor einigen Wochen lenkte eine Agenturmeldung die Aufmerksamkeit der Welt auf ein kleines Inselreich im Osten Asiens.
Angehörige der japanischen Marine sorgten durch den unbedarften und gedankenlosen Austausch von Schmuddelbildchen und Filmen über ihre Dienst-Computer (als Entschuldigung mag geltend gemacht werden, dass das Blut in anderen Regionen, als dem Kopf benötigt wurde) für die rasende Verbreitung geheimer Dokumente zu einem neuen Radarsystem der Marine, auch über die Grenzen der schwimmenden Streitkräfte - unter dem Banner der aufgehenden Sonne - hinaus.

Vor einigen Tagen nun wurde ein weiteres Mal die Kompetenz der japanischen Sicherheitsbehörden, hinsichtlich der Datensicherheit, bewiesen. Diesmal traf es ein Exekutivorgan - die Polizei von Tokyo.
Als Versursacher wurde ein Polizist, der mittlerweile jedoch keiner mehr ist, ermittelt.
Zum Zwecke des Austauschs zweifelhaften Inhalts, installierte der (Ex-)Beamte auf seinem Dienstrechner die Applikation "Winny", ein in Asien beliebtes P2P-Netzwerk. Da er dem Programm keine Beschränkungen bezüglich der nutzbaren Datenquellen zuwies, zogen sich andere Filesharer fleißig Kopien von etwa 6.600 Polizeiakten, darunter auch Verhörprotokolle oder die Positionen von Verkehrsüberwachungskameras.
Einsehbar waren auch die Namen und Daten von ca. 12.000 Kriminellen, darunter 400 Yakuza-Mitgliedern nebst den Verdächtigen des Mordes am Bürgermeister von Nagasaki.