Die Regenzeit in Tokyo verabschiedet sich so langsam für diese Saison. Tagelange Regenschauer weichen nun unerträglichen Temperaturen, die sich um die 30 °C bewegen. "Das sind ja nun wahrlich keine Rekorde, das haben wir in Deutschland auch", werden jetzt sicher viele denken. Richtig! Aber aufgrund der vorangegangenen wochenlangen Regenzeit ist die Luftfeuchtigkeit in Tokyo sehr hoch, was dazu führt, dass einem - kaum aus dem Haus - der Schweiß in Strömen den Körper entlang perlt. Wohl dem, der die Aussicht hat, bald ein schattiges Plätzchen oder wohl klimatisierte Räumlichkeiten zu erreichen.
Glücklicherweise haben die Firmen vorsorglich bereits vor Wochen den Casual Business Style ausgerufen. D. h., männliche Angestellte dürfen zumindest ihre Krawatten und Jacketts meist in den heimischen Schränken belassen. Die weibliche Belegschaft hat aufgrund des Geschlechts eh eine um ein Vielfaches größere Freiheit bei der Auswahl, die Bekleidung betreffend.
An den Wochenenden, an denen man nicht die Möglichkeit hat, sich in den Büros Abkühlung zu verschaffen, bleibt meist nur, entweder die Klimaanlage in den eigenen vier Wänden zur Gestaltung eines angenehmen Raumklimas zu nutzen, oder sich irgendwo ein schattiges Plätzchen zu suchen und mit weiteren Utensilien zur inneren und äußeren Abkühlung auszustatten.


Auch sehr beliebt bei Japanern beiderlei Geschlechts sind Schirme, die - in unterschiedlicher Ausführung - nicht nur zum Fernhalten herabfallenden Nass', sondern auch zum Schutz vor Sonne und direkter Hitzeeinstrahlung dienen.
Die Benutzung von Sonnenschirmen hat somit auch den Effekt vor ungewollter Sonnenbräune zu schützen. Vornehme Blässe ist in Japan ein noch weit verbreitetes Schönheitsideal... Mal abgesehen von den Shibuya-Girls, die durch unzählige Besuche im Solarium, sowie die Benutzung von Selbstbräuner und sonstiger Kosmetik eine teilweise recht unnatürliche Bräune erreichen.
