Samstag besuchten wir den TÜV-Weihnachtsmarkt in Yokohama. Dieser wurde vom TÜV-Rheinland veranstaltet. Es gab Stollen, Glühwein und Wurstbrote. Außerdem führten die Physikanten in einer Art "Zaubershow" physikalische Experimente, wie "Das schwebende Schiff" vor. Besonders bei den Kindern kam das sehr gut an. Auch, dass im Anschluss an jedes Experiment die Ursache für das Gesehene erläutert wurde. Leider war das Wetter extrem schlecht. Es war kalt und hat die ganze Zeit geregnet. Daher kam bei uns nicht so richtig Stimmung auf. Drum war unser Aufenthalt auch nur recht kurz. Wir haben uns eine der Shows angesehen, ein wenig Stollen gegessen und Glühwein getrunken und sind dann wieder zurück nach Tokyo.
Akihabara ist ein Stadtteil Tokyos und wird auch "Electric Town" genannt. Es ist vollgestopft mit Elektronikgeschäften. Es gibt fast alle erdenklichen Elektronikgeräte zu kaufen. Wenn man will auch gebraucht. Einige Geräte, wie ältere Spielekonsolen oder Videokameras können oftmals zu Schleuderpreisen erworben werden. In der Hauptstraße an der Akihabara Station und in den daran angrenzenden Seitenstraßen reiht sich – wie auf einer Perlenkette – ein Geschäft an das andere, unterbrochen höchstens einmal von dem einem oder anderen kleinen Restaurant.
Am Wochenende wird die Hauptstraße außerdem für den Autoverkehr gesperrt, damit sich die Menschenmassen besser verteilen können. Auf den dann freien Plätzen treten Kleinkünstler auf und spielen Musik oder führen akrobatische Vorstellungen auf. Des Weiteren verteilen Hostessen alle möglichen Arten von Werbeflyer für die Geschäfte oder den einen oder anderen Massagesalon. Diejenigen, die besonders verkleidet sind, werden auch stets von einer Menge "Fotografen" umringt. Dann müssen sie ständig posieren und kommen kaum noch zum Verteilen ihrer Zettel.
Ich hatte mich auf den Weg gemacht, da ich mir noch eine kleine handliche Digitalkamera zulegen wollte. Meine alte Canon Powershot G5 ist zwar auch sehr gut, aber einfach zu groß und unhandlich, um sie einfach in die Tasche zu stecken und bei einer sich bietenden Gelegenheit schnell ein Foto zu schießen.
Aufgrund der Vielzahl an Geschäften hatte ich in Akihabara die Möglichkeit bequem und ohne viel laufen zu müssen, Angebote und Preise zu vergleichen. Bereits im Voraus hatte ich mir die Exilim von Casio und die Lumix von Panasonic herausgeguckt, da beide sehr schön klein und handlich, trotzdem aber sehr gut sind. Schnell merkte ich, dass die Preise sehr stark schwankten. Im ersten Geschäft, in dem ich war, kostete die Lumix bspw. 50.000 Yen. Je weiter ich mich vom Bahnhof wegbewegte, desto billiger wurden die Kameras – zumindest war das mein Gefühl. Nach einigem Überlegen und Beratungen entschied ich mich schließlich für die Lumix DMC-FX50, da diese ein sehr gutes Leica-Weitwinkel-Objektiv besitzt, sowie klein und handlich ist. Schließlich fand ich ein Geschäft, in dem es die Kamera für 39.000 Yen gab. Und da ich auch gleich noch eine Kundenkarte ausfüllte, um damit noch 15% Rabatt in Anspruch nehmen zu können, habe ich noch eine 1GB SD-Karte für mau (also in Form des Rabatts der Kamera) dazu nehmen können.
Kommende Woche will ich noch mal nach Akihabara. Allerdings nicht zum Einkaufen, sondern einfach nur zum Gucken und Fotografieren. Die Atmosphäre ist einfach überwältigend. Ich werde an dieser Stelle dann auch ein paar Impressionen reinstellen.
Nachher fahren wir dann alle nach Ginza zum Deutschen Kulturfest in die Sapporo Lion Ginza Hall (Sapporo ist eine japanische Biermarke). Da gibt es kostenlos zu Essen und zu Trinken und – das Wichtigste – man lernt neue Leute (Deutsche und Japaner) kennen.

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