Was mobile Kommunikaton angeht sind die asiatischen Länder, wie Japan, Europa weit überlegen. Hier hat man schon früh auf die mobilen Technologien gesetzt. Japan (und auch Südkorea) sind in Sachen Mobilfunk die innovativsten Länder der Welt.
Wie ich schnell gemerkt habe, hat sich das Mobiltelefon mittlerweile zu einem der unentbehrlichsten Hilfsmittel im Leben eines jeden Bewohner Tokyos entwickelt. Nicht nur, dass man damit telefonieren oder SMS/MMS schreiben kann, nein auch E-Mail und Content-Angebote, egal ob Musik, Video oder virtuelle Güter werden – im Gegensatz zu Deutschland – sehr intensiv genutzt; ganz zu schweigen von Video-Telefonie. Die japanischen Keitai-Webdienste (Keitai [携帯] = Mobiltelefon) bieten umfangreiche (mehr oder weniger) nützliche Informationen zum täglichen Leben, wie Wettervorhersage, Nachrichten, Shopping- und Freizeittipps und sogar Online-Shopping. Der obligatorische Musik- und Spiele-Download darf natürlich nicht fehlen. Diese Dienste können über spezielle Mobiltelefon-Webseiten abgerufen und auf dem Mobiltelefon gelesen werden.
In Japan gilt das Telefonieren in der Öffentlichkeit als wenig schicklich und wird daher meist unterlassen. Da Telefone in den Metrobahnen grundsätzlich auf stumm geschaltet werden müssen und Gespräche als störend empfunden werden, haben sich Daten- oder Messaging-Dienste sehr schnell durchgesetzt und verbreitet. Hinzu kommt, dass die SMS zwischen den hiesigen drei Mobilfunknetzen nicht verschickt werden können. Deshalb haben sich Datendienste frühzeitig durchgesetzt und Mobile-Mail als Kommunikationsform etabliert. Über einen zusätzlichen Chip in einigen Telefongeräten können sogar Dinge, wie Fahrkarten, Lebensmittel und anderes per ePayment-Funktionen gezahlt werden und ist die drahtlose Identifikation möglich. Auch die Navigation mit dem Mobiltelefon sind keine Seltenheit in Japan.
Nun ein paar Worte zur Entscheidung für das mobile Telefonieren in Tokyo / Japan. Ebenso, wie in Deutschland, werden sowohl Prepaid-Telefone, als auch Telefone mit festen Jahres- und Mehrjahresverträgen angeboten. Wer kein Telefon kaufen will, kann sich eines mieten.
Darauf, wie Prepaid-Telefone angeschafft und genutzt werden können, gehe ich hier nicht ein, da ich mich damit nicht weiter auseinandergesetzt habe.
Für den Abschluss von Mobilfunkverträgen existieren im Großen und Ganzen drei Gesellschaften: NTT DoCoMo, KDDI au und Softbank. Die Qual der Wahl, welche Gesellschaft der glückliche Gewinner eines Neukunden sein soll, entscheidet sich für Gaijins dabei vor allem an drei Faktoren: Dringlichkeit des Besitzes eines Mobiltelefons, Netzabdeckung und Telefontypen-Angebot. Der Preis spielt nur eine Nebenrolle, da sich die Kosten bei allen drei Gesellschaften hinsichtlich Grundgebühr und Minutenpreise nicht großartig unterscheiden. Werden jedoch weitere Zusatzdienste (wie Navigation) gewünscht, dann lohnt auch hier ein intensiver Vergleich, da der eine oder andere Dienst ggf. nicht überall verfügbar ist. Hier mal ein Beispiel zu Verträgen von Softbank. Ihr könnt sehen, dass es ähnlich wie in Deutschland verschiedene Verträge mit unterschiedlichen Grundgebühren und Gesprächspreisen gibt. Die Grundgebühren sind etwas höher, als in Deutschland. Die Minutenpreisen kann man in etwa mit den deutschen vergleichen.
Für alle, die sich vorrangig in Tokyo aufhalten, spielt die Netzabdeckung meiner Meinung nach bei der Entscheidung nur eine sekundäre Rolle, da diese hier bei allen drei Anbietern gut bis sehr gut ist. Wer jedoch öfter auf das Land hinausfährt, dem sei NTT DoCoMo angeraten, da die das dichteste Sendernetz haben und man auch auf der entferntesten japanischen Insel noch erreichbar sein soll.
Wer schnell ein Mobiltelefon haben möchte, wie es bei einigen von uns HNP-Stipendiaten der Fall war, dem rate ich aus dem im Folgenden genannten Grund zu Softbank.
Einen Mobilfunkvertrag kann man als Ausländer in Japan nur abschließen, wenn man (1) längere Zeit in Japan bleibt und (damit zwangsweise verbunden) (2) beim City Office des Wohnortes eine "Alien Registration Card" beantragt, die immer als Ausweis mit sich zu tragen ist. Diese "Alien Registration Card" muss innerhalb der ersten 90 Tage nach der Einreise beantragt werden und das Amt benötigt etwa zwei bis drei Wochen für dessen Ausstellung. Für die Zwischenzeit kann man sich eine Bestätigung der Beantragung aushändigen lassen. Mit dieser "temporären Bescheinigung" kann man manchmal Dinge bekommen, die sonst nur mit einer "Alien Registration Card" möglich sind. So eben auch das Abschließen eines Mobilfunkvertrags. Anfang dieser Woche habe ich die "Alien Registration Card" im Ward Office von Shinjuku beantragt und bin daraufhin zu den Telefongeschäften marschiert, um mir deren Tarife für Verträge und die verfügbaren Mobiltelefone anzusehen. Dabei kristallisierte sich schon bald heraus, dass weder bei NTT DoCoMo, noch bei KDDI au ein Vertrag ohne endgültige "Alien Registration Card" abgeschlossen werden kann. Die löbliche Ausnahme war da nur Softbank. Und da wir nicht drei Wochen darauf warten wollten, mobil erreichbar zu sein, fiel die Entscheidung zugunsten Softbank aus. Bei Vertragsabschluss mussten wir dann nur die vorläufige Bescheinigung und den Reisepass vorlegen. Von einem Freund, der schon etwas länger in Japan lebt habe ich gestern gehört, dass man ggf. auch mit einem (japanischen) Führerschein einen Vertrag abschließen kann, wenn man noch keine "Alien Registration Card" besitzt.
Das dritte Kriterium bezüglich der Entscheidung für eine der drei Telefongesellschaften stellt die Wahl des Handsets dar. Alle drei Gesellschaften bieten unterschiedliche Geräte an. Und man kann (bei Neuabschluss eines Vertrags) nicht sagen "ich möchte gern bei Gesellschaft X einen Vertrag abschließen, aber ein Telefon der Gesellschaft Y haben". Wem relativ egal ist, welches Telefon genutzt wird, für den spielt dies natürlich keine ausschlaggebende Rolle. Wer jedoch wie ich ein oder zwei spezielle Wunschgeräte ins Auge gefasst hat und darauf auf gar keinen Fall verzichten möchte, hat eigentlich keine großen Entscheidungsmöglichkeiten bei der Wahl der Telefongesellschaft.
Bezahlt werden können die monatlichen Rechnungen übrigens auf verschiedenen Wegen. Da wäre u. a. die Begleichung der Rechnung in den sogenannten "Conbini" (Geschäften, die 24 Stunden am Tag geöffnet sind), per Kreditkarte, oder per e-Payment.
Achso - fast vergaß ich es nochmal zu erwähnen. Die Telefongesellschaften bieten auch eine Vielzahl von Vergünstigungen an. So zum Beispiel Rabatte, wenn man Mehrjahresverträge abschließt, der Gesellschaft über mehrere Jahre treu bleibt, wenn die ganze Familie bei einer Gesellschaft telefoniert, wenn man Rentner ist usw. usf.. Aber für Gaijins kommen die in den meisten Fällen eh nicht in Frage. Es sei denn man gründet in Japan ne Familie und bleibt länger hier.
Wie ich schnell gemerkt habe, hat sich das Mobiltelefon mittlerweile zu einem der unentbehrlichsten Hilfsmittel im Leben eines jeden Bewohner Tokyos entwickelt. Nicht nur, dass man damit telefonieren oder SMS/MMS schreiben kann, nein auch E-Mail und Content-Angebote, egal ob Musik, Video oder virtuelle Güter werden – im Gegensatz zu Deutschland – sehr intensiv genutzt; ganz zu schweigen von Video-Telefonie. Die japanischen Keitai-Webdienste (Keitai [携帯] = Mobiltelefon) bieten umfangreiche (mehr oder weniger) nützliche Informationen zum täglichen Leben, wie Wettervorhersage, Nachrichten, Shopping- und Freizeittipps und sogar Online-Shopping. Der obligatorische Musik- und Spiele-Download darf natürlich nicht fehlen. Diese Dienste können über spezielle Mobiltelefon-Webseiten abgerufen und auf dem Mobiltelefon gelesen werden.
In Japan gilt das Telefonieren in der Öffentlichkeit als wenig schicklich und wird daher meist unterlassen. Da Telefone in den Metrobahnen grundsätzlich auf stumm geschaltet werden müssen und Gespräche als störend empfunden werden, haben sich Daten- oder Messaging-Dienste sehr schnell durchgesetzt und verbreitet. Hinzu kommt, dass die SMS zwischen den hiesigen drei Mobilfunknetzen nicht verschickt werden können. Deshalb haben sich Datendienste frühzeitig durchgesetzt und Mobile-Mail als Kommunikationsform etabliert. Über einen zusätzlichen Chip in einigen Telefongeräten können sogar Dinge, wie Fahrkarten, Lebensmittel und anderes per ePayment-Funktionen gezahlt werden und ist die drahtlose Identifikation möglich. Auch die Navigation mit dem Mobiltelefon sind keine Seltenheit in Japan.
Nun ein paar Worte zur Entscheidung für das mobile Telefonieren in Tokyo / Japan. Ebenso, wie in Deutschland, werden sowohl Prepaid-Telefone, als auch Telefone mit festen Jahres- und Mehrjahresverträgen angeboten. Wer kein Telefon kaufen will, kann sich eines mieten.
Darauf, wie Prepaid-Telefone angeschafft und genutzt werden können, gehe ich hier nicht ein, da ich mich damit nicht weiter auseinandergesetzt habe.
Für den Abschluss von Mobilfunkverträgen existieren im Großen und Ganzen drei Gesellschaften: NTT DoCoMo, KDDI au und Softbank. Die Qual der Wahl, welche Gesellschaft der glückliche Gewinner eines Neukunden sein soll, entscheidet sich für Gaijins dabei vor allem an drei Faktoren: Dringlichkeit des Besitzes eines Mobiltelefons, Netzabdeckung und Telefontypen-Angebot. Der Preis spielt nur eine Nebenrolle, da sich die Kosten bei allen drei Gesellschaften hinsichtlich Grundgebühr und Minutenpreise nicht großartig unterscheiden. Werden jedoch weitere Zusatzdienste (wie Navigation) gewünscht, dann lohnt auch hier ein intensiver Vergleich, da der eine oder andere Dienst ggf. nicht überall verfügbar ist. Hier mal ein Beispiel zu Verträgen von Softbank. Ihr könnt sehen, dass es ähnlich wie in Deutschland verschiedene Verträge mit unterschiedlichen Grundgebühren und Gesprächspreisen gibt. Die Grundgebühren sind etwas höher, als in Deutschland. Die Minutenpreisen kann man in etwa mit den deutschen vergleichen.
Für alle, die sich vorrangig in Tokyo aufhalten, spielt die Netzabdeckung meiner Meinung nach bei der Entscheidung nur eine sekundäre Rolle, da diese hier bei allen drei Anbietern gut bis sehr gut ist. Wer jedoch öfter auf das Land hinausfährt, dem sei NTT DoCoMo angeraten, da die das dichteste Sendernetz haben und man auch auf der entferntesten japanischen Insel noch erreichbar sein soll.
Wer schnell ein Mobiltelefon haben möchte, wie es bei einigen von uns HNP-Stipendiaten der Fall war, dem rate ich aus dem im Folgenden genannten Grund zu Softbank.
Einen Mobilfunkvertrag kann man als Ausländer in Japan nur abschließen, wenn man (1) längere Zeit in Japan bleibt und (damit zwangsweise verbunden) (2) beim City Office des Wohnortes eine "Alien Registration Card" beantragt, die immer als Ausweis mit sich zu tragen ist. Diese "Alien Registration Card" muss innerhalb der ersten 90 Tage nach der Einreise beantragt werden und das Amt benötigt etwa zwei bis drei Wochen für dessen Ausstellung. Für die Zwischenzeit kann man sich eine Bestätigung der Beantragung aushändigen lassen. Mit dieser "temporären Bescheinigung" kann man manchmal Dinge bekommen, die sonst nur mit einer "Alien Registration Card" möglich sind. So eben auch das Abschließen eines Mobilfunkvertrags. Anfang dieser Woche habe ich die "Alien Registration Card" im Ward Office von Shinjuku beantragt und bin daraufhin zu den Telefongeschäften marschiert, um mir deren Tarife für Verträge und die verfügbaren Mobiltelefone anzusehen. Dabei kristallisierte sich schon bald heraus, dass weder bei NTT DoCoMo, noch bei KDDI au ein Vertrag ohne endgültige "Alien Registration Card" abgeschlossen werden kann. Die löbliche Ausnahme war da nur Softbank. Und da wir nicht drei Wochen darauf warten wollten, mobil erreichbar zu sein, fiel die Entscheidung zugunsten Softbank aus. Bei Vertragsabschluss mussten wir dann nur die vorläufige Bescheinigung und den Reisepass vorlegen. Von einem Freund, der schon etwas länger in Japan lebt habe ich gestern gehört, dass man ggf. auch mit einem (japanischen) Führerschein einen Vertrag abschließen kann, wenn man noch keine "Alien Registration Card" besitzt.
Das dritte Kriterium bezüglich der Entscheidung für eine der drei Telefongesellschaften stellt die Wahl des Handsets dar. Alle drei Gesellschaften bieten unterschiedliche Geräte an. Und man kann (bei Neuabschluss eines Vertrags) nicht sagen "ich möchte gern bei Gesellschaft X einen Vertrag abschließen, aber ein Telefon der Gesellschaft Y haben". Wem relativ egal ist, welches Telefon genutzt wird, für den spielt dies natürlich keine ausschlaggebende Rolle. Wer jedoch wie ich ein oder zwei spezielle Wunschgeräte ins Auge gefasst hat und darauf auf gar keinen Fall verzichten möchte, hat eigentlich keine großen Entscheidungsmöglichkeiten bei der Wahl der Telefongesellschaft.
Bezahlt werden können die monatlichen Rechnungen übrigens auf verschiedenen Wegen. Da wäre u. a. die Begleichung der Rechnung in den sogenannten "Conbini" (Geschäften, die 24 Stunden am Tag geöffnet sind), per Kreditkarte, oder per e-Payment.
Achso - fast vergaß ich es nochmal zu erwähnen. Die Telefongesellschaften bieten auch eine Vielzahl von Vergünstigungen an. So zum Beispiel Rabatte, wenn man Mehrjahresverträge abschließt, der Gesellschaft über mehrere Jahre treu bleibt, wenn die ganze Familie bei einer Gesellschaft telefoniert, wenn man Rentner ist usw. usf.. Aber für Gaijins kommen die in den meisten Fällen eh nicht in Frage. Es sei denn man gründet in Japan ne Familie und bleibt länger hier.

1 Kommentar:
oh ja! was würde ich dafür geben wenn in D auch alle mobiltelefone stumm geschalten werden müssten.
aber nein! dann bekäme man ja nicht mehr die beziehungs-probleme der jungen frau auf dem nachbarsitz mit...
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