Als ich im Dezember in mein jetziges Apartment zog, fiel mir auf, dass der Kleiderschrank beim Öffnen der Fächer fast auseinander fiel. Deshalb bat ich Anfang des Jahres meinen Vermieter, den Schrank durch einen neuen zu ersetzen.
Gestern Nachmittag schließlich kamen die Handwerker mit einem neuen Schrank. Zwei junge Burschen.
In japanischen Häusern zieht man sich bekanntermaßen die Straßenschuhe bereits am Eingang aus, bevor man die Wohnung betritt und schlüpft normalerweise in bereitstehende Hausschuhe. Die Schuhe werden so hingestellt, dass sie mit der Spitze Richtung Ausgang zeigen. So kann man beim Verlassen der Wohnung bequem wieder hineinschlüpfen.
Als die beiden Handwerker nun mein Apartment betreten wollten, um den alten Schrank herauszuholen, zogen auch sie sich ungefragt am Eingang die Straßenschuhe aus, ließen sie aber nicht einfach achtlos stehen, sondern drehten sie so, dass sie mit der Spitze Richtung Tür zeigten. Aufgrund des Mangels an Hausschuhen betraten sie dann in Strümpfen meine Wohnung, um den Schrank zu holen. Das alte Teil war recht leicht, so dass sie keine Probleme hatten es aus dem Apartment heraus und die steile, enge Treppe herunterzutragen. Selbstverständlich nachdem sie am Ausgang in ihre Schuhe geschlüpft waren.
Dann kam für die beiden jedoch der anstrengende Teil der Arbeit. Denn der neue Schrank war, obwohl etwas kleiner, doch erheblich stabiler und schwerer, als der alte. Sie hatten etliche Mühe den Kasten die enge Treppe herauf- und in mein Apartment hereinzubringen. Hilfe meinerseits lehnten sie jedoch stets ab. Ein Kunde hilft hier in Japan anscheinend einfach nicht; schließlich hat er für die Arbeit die Handwerker bestellt. Beim Betreten des Apartments wieder die gleiche Szene wie zu Beginn: Obwohl sie beide an dem schweren Schrank zu buckeln hatten und ihn kaum halten konnten, zogen sie die Schuhe aus und drehten sie - wenn auch nur leidlich mithilfe der Füße - in Richtung Ausgang.
Nach dem erfolgreichen Aufstellen des Schrankes, baten sie mich noch um den Staubsauger, damit sie den von ihnen verursachten Dreck auch selbst entfernen konnten. Selbst der Schrank wurde mit einem feuchten Lappen noch kurz ausgewischt.
Ich hab in Deutschland bisher nicht viel Erfahrung mit Handwerkern gemacht, aus Berichten anderer habe ich jedoch ein oftmals gänzlich anderes Verhalten herausgehört:
Schuhe ausziehen? Viel zu umständlich, schließlich rennt man doch eh gleich wieder raus, um was zu holen. Selbst auf Bitten der Dame des Hauses oder des Hausherrn wird das nur selten gemacht.
Saubermachen? Gar keine Zeit! Schließlich wartet bereits der nächste Kunde. Und die Arbeit für die man bestellt wurde ist doch getan.
Selbst Vertreter, die zum Teil sehr viele Kunden am Tag besuchen, ziehen sich vor japanischen Wohnungen stets die Schuhe aus. Aus diesem Grund sind bei japanischen Geschäftsmännern Slipper sehr beliebt, denn aus denen kommt man leicht und schnell heraus und auch genauso einfach wieder hinein.
Gestern Nachmittag schließlich kamen die Handwerker mit einem neuen Schrank. Zwei junge Burschen.
In japanischen Häusern zieht man sich bekanntermaßen die Straßenschuhe bereits am Eingang aus, bevor man die Wohnung betritt und schlüpft normalerweise in bereitstehende Hausschuhe. Die Schuhe werden so hingestellt, dass sie mit der Spitze Richtung Ausgang zeigen. So kann man beim Verlassen der Wohnung bequem wieder hineinschlüpfen.
Als die beiden Handwerker nun mein Apartment betreten wollten, um den alten Schrank herauszuholen, zogen auch sie sich ungefragt am Eingang die Straßenschuhe aus, ließen sie aber nicht einfach achtlos stehen, sondern drehten sie so, dass sie mit der Spitze Richtung Tür zeigten. Aufgrund des Mangels an Hausschuhen betraten sie dann in Strümpfen meine Wohnung, um den Schrank zu holen. Das alte Teil war recht leicht, so dass sie keine Probleme hatten es aus dem Apartment heraus und die steile, enge Treppe herunterzutragen. Selbstverständlich nachdem sie am Ausgang in ihre Schuhe geschlüpft waren.
Dann kam für die beiden jedoch der anstrengende Teil der Arbeit. Denn der neue Schrank war, obwohl etwas kleiner, doch erheblich stabiler und schwerer, als der alte. Sie hatten etliche Mühe den Kasten die enge Treppe herauf- und in mein Apartment hereinzubringen. Hilfe meinerseits lehnten sie jedoch stets ab. Ein Kunde hilft hier in Japan anscheinend einfach nicht; schließlich hat er für die Arbeit die Handwerker bestellt. Beim Betreten des Apartments wieder die gleiche Szene wie zu Beginn: Obwohl sie beide an dem schweren Schrank zu buckeln hatten und ihn kaum halten konnten, zogen sie die Schuhe aus und drehten sie - wenn auch nur leidlich mithilfe der Füße - in Richtung Ausgang.
Nach dem erfolgreichen Aufstellen des Schrankes, baten sie mich noch um den Staubsauger, damit sie den von ihnen verursachten Dreck auch selbst entfernen konnten. Selbst der Schrank wurde mit einem feuchten Lappen noch kurz ausgewischt.
Ich hab in Deutschland bisher nicht viel Erfahrung mit Handwerkern gemacht, aus Berichten anderer habe ich jedoch ein oftmals gänzlich anderes Verhalten herausgehört:
Schuhe ausziehen? Viel zu umständlich, schließlich rennt man doch eh gleich wieder raus, um was zu holen. Selbst auf Bitten der Dame des Hauses oder des Hausherrn wird das nur selten gemacht.
Saubermachen? Gar keine Zeit! Schließlich wartet bereits der nächste Kunde. Und die Arbeit für die man bestellt wurde ist doch getan.
Selbst Vertreter, die zum Teil sehr viele Kunden am Tag besuchen, ziehen sich vor japanischen Wohnungen stets die Schuhe aus. Aus diesem Grund sind bei japanischen Geschäftsmännern Slipper sehr beliebt, denn aus denen kommt man leicht und schnell heraus und auch genauso einfach wieder hinein.

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