Ich bin gewappnet! Zumindest solange ich mich im Büro aufhalte.
Heute habe ich überraschend eine Merck-Katastrophen-Überlebensausrüstung bekommen. Was hat das zu bedeuten? Sehen die Weisen des Landes ein Unheil heraufziehen? Haben die Experten etwa ein großes Erdbeben, einen Meteoriteneinschlag, einen Überfall durch Godzilla oder Megaguiras, oder gar den Aufstand unzufriedener Angestellter vorausgesagt?
Auch wenn diese Gedanken etwas Angst in mir aufkommen lassen und ich den Platz unter meinem Schreibtisch im Büro vorsichtshalber schon mal von Unrat befreit habe, so bin ich nun doch guter Hoffnung, aufgrund des mir ausgehändigten Equipment zu den glücklichen Überlebenden gehören zu können. Die Ausrüstung enthält neben einem stabilen Schutzhelm zum Verhüten größerer (äußerer) Kopfschäden durch herumfliegende Steine, Notebooks, Stromkabel oder anderer harten Gegenstände, auch einen leuchtend orangenen Sack, prall gefüllt mit lauter leckeren Sachen. Als da u. a. wären drei Dosen Kekse, zwei Flachen Wasser und irgendwas, das nach getrocknetem Fisch aussieht. Auch eine Schutzplane – oder isses ein aufblasbares Rettungsboot – darf nicht fehlen. Jetzt muss ich die Sachen nur noch gut verstauen. Nicht, dass ich im Falle eines mich überkommenden Gefühls von Heisshunger, weil ich mal wieder kein Frühstück zu mir genommen habe, einfach anfange die Notration zu verspachteln. Eine zweite Ration ist bestimmt nicht für mich vorgesehen! Und ob die Kollegen im Katastrophenfall ihre leckeren Trocken-Kekse mit mir teilen würden?

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